Am 25. September 2026 wurde es in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek spannend: Der Autor Frank Kreisler war zu Gast und nahm die Besucherinnen und Besucher mit in die Leipziger Kriminalgeschichte der Nachwendezeit. Aus seinem Buch „Wand an Wand mit einer Leiche“, über wahre Kriminalfälle nach dem Ende der DDR stellte er insgesamt drei Fälle vor.
Dass das Interesse an der Veranstaltung groß war, zeigte sich schon beim Blick in den gut gefüllten Veranstaltungsraum. Einige Gäste hatten sogar eine Anfahrt von mehr als einer Stunde auf sich genommen, um die Lesung live zu erleben.
Frank Kreisler berichtete von Fällen, die sich in einer Zeit ereigneten, in der sich vieles veränderte und bisher Undenkbares plötzlich möglich wurde. Da war etwa ein eifersüchtiger Ehemann, dessen Frau in München als Bardame arbeitete. In einem anderen Fall ging es um einen Immobilienhai aus dem Westen, ein altes Haus in Leipzig-Connewitz und eine Familie, die sich partout nicht vertreiben lassen wollte. Auch ein Häftling, der 1990 von einem Hafturlaub nicht zurückkehrte und mit einer Leiche im Kofferraum durch das wiedervereinte Deutschland fuhr, gehörte zu den Geschichten des Abends.
In seinem Buch hat Frank Kreisler insgesamt 13 wahre Leipziger Kriminalfälle aus der Zeit nach der Wende literarisch aufgearbeitet. Ergänzt werden die Geschichten durch aktuelle Fotografien der damaligen Tatorte, die Christiane Eisler aufgenommen hat.
Wer nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte oder wer die restlichen Fälle nachlesen möchte, kann sich das Buch „Wand an Wand mit einer Leiche“ in der Bibliothek ausleihen.