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Der Buchsommer geht bald wieder los!

Kein‘ Lesestoff für die Sommerferien?

Die Bibliothek hilft aus der Klemme! „Beim Lesen tauch ich ab" ist das Motto der sachsenweiten Ferienaktion „Buchsommer", bei der auch in diesem Jahr wieder die Brigitte-Reimann-Bibliothek teilnimmt. Start ist am 14. Juni!

Die schönste Zeit des Jahres bricht an: Der Sommer und natürlich die Sommerferien!

Statt auf der heimischen Couch lädt jede Wiese, Parkbank, der Strand und natürlich auch der heimische Garten zum Schmökern ein. Passend dazu hat die Brigitte-Reimann-Bibliothek im Rahmen des Buchsommers Sachsen über 150 brandneue Kinder- und Jugendbücher erworben. Auf die Kinder und Jugendlichen warten fesselnde Abenteuergeschichten, lustige Comics, aufregende Fantasygeschichten und spannende Sachbücher.

Statt der üblichen vier Wochen dürfen alle Buchsommer-Bücher bis zum Ende der Sommerferien ausgeliehen werden - dafür muss man noch nicht einmal in der Bibliothek angemeldet sein. Ferienkinder kommen auch nicht zu kurz und können sich für den Buchsommer anmelden, die Erlaubnis der Eltern wird nicht benötigt.

Lese-Logbuch, Zertifikat, Buchsommerparty und Gewinnspiel

Jeder und jede, der sich anmeldet, erhält zudem ein Lese-Logbuch, in dem die verschlungene Lektüre über den Sommer eingetragen werden kann. Wer mindestens drei Bücher schafft, bekommt am Ende der Sommerferien ein Teilnahmezertifikat.

Am 09.08. wird der Buchsommer gebührend verabschiedet! Bei der Buchsommer-Abschlussparty warten auf alle Teilnehmenden von 14 bis 18 Uhr tolle Bastelaktionen, ein Bücherflohmarkt, eine Rallye mit Gewinnspiel und Eis aufs Haus! Wer seine Bücher bereits fleißig im Buchsommer-Logbuch eingetragen hat, kann sich gleich das Buchsommer-Zertifikat abholen.

Auch dieses Jahr können die Kinder und Jugendlichen an der Buchsommer-Lesepreis-Auslosung teilnehmen und ein Exemplar des Preistitels gewinnen. Die Anmeldung und Teilnahme am gesamten Buchsommer ist wie jedes Jahr kostenlos.

Die Buchsommer-Aktion wird vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert und durch den Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. koordiniert.

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Förderpreis der „Stiftung zum Wohl des Pflegekindes 2024“ geht an die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek!

Durch ihr außerordentliches Engagement holt Nicole Schutza den Förderpreis nach Hoyerswerda

Nicole Schutza welche im Rahmen ihres Studiums zur Sozialpädagogin mit dem Schwerpunkt „Psychosoziale Beratung im Pflegekinderwesen“ ihr Praktikum in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek in Hoyerswerda absolvierte, konnte mit ihrem außerordentlichen Engagement den Förderpreis der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes 2024 gewinnen.

Während ihrer Zeit in der Bibliothek richtete die 49-jährige in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen der Stadtbibliothek ein Bücherregal für Pflegefamilien ein und erhielt dafür den Förderpreis der Stiftung.
„Als soziale Mutter befasse ich mich sehr stark mit Fachliteratur zum Pflegekinderwesen und habe gemerkt, wie preisintensiv diese normalerweise ist, obwohl sie jedem zugänglich sein sollte. Ich finde, das Pflegekinderwesen sollte mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden“ erzählt Nicole Schutza.

Die Bücherecke steht inzwischen symbolisch für zahlreiche Aktivitäten wie Fachvorträge und Buchvorstellungen. So fand unter anderem bereits eine Autorenlesung mit Frau Dr. Bettina Bonus statt, mit dem Thema Frühtraumatisierung bei Kindern in Pflege- und Adoptivfamilien. Eine weitere Veranstaltung mit Dagmar Elsen drehte sich um das FASD Syndrom (Fetale Alkoholspektrumstörung) welche bereits durch kleine Mengen Alkohol in der Schwangerschaft ausgelöst werden kann.
Die Anliegen von Pflegefamilien sollen somit kontinuierlich an einem öffentlichen Ort in der Stadt präsent sein. Ebenso organisiert Nicole Schutza alle zwei Monate ein „Elternfrühstück“ für Eltern von Kindern mit Behinderung. Dabei geht es unter anderem um Themen wie die Antragstellung auf einen Pflegegrad oder eine Schulbegleitung.

Die Freude über den Förderpreis ist auch in der Bibliothek groß „Wir glauben, dass Informationen aus allen Lebensbereichen in der Bibliothek frei und kostenlos für alle verfügbar sein sollten. Wir haben zwar bereits eine große Auswahl an Medien in unserem Familienregal, freuen uns aber dieses nun zu erweitern, um den Fokus noch mehr auf diese wichtige Gruppe legen zu können.“ so Maja Kos, Bibliotheksleiterin.Von dem Förderpreis, welcher auf 500 € dotiert ist, sollen weitere Medien für die Bücherecke für Pflegefamilien angeschafft werden. Außerdem sponsert die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes eine Tagesveranstaltung in der Stadtbibliothek Hoyerswerda im Jahr 2025 als kostenfreies Angebot für Pflegeeltern, Fachkräfte der sozialen Arbeit und im Familienrecht tätige Personen.

Frau Schutza sieht den Förderpreis als Motivation. So wird Sie ab dem 13.08.2024 jeden Dienstag von 12:00 – 14:00 Uhr in der Bibliothek ein neues Angebot starten. Im Mittelpunkt stehen Informationsgespräche zum Pflegekinderwesen für (werdende) Pflegeeltern, Herkunftseltern, Pädagogen und Fachkräfte der sozialen Arbeit sowie alle Interessierten. Die Informationen erfolgen nach den Leitsätzen der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes und umfassen auch FASD-, AD(H)S- und traumagerechte Erziehung. Das Angebot wird kostenlos sein.

Wer sich für das neue Beratungsangebot ab August oder das Elternfrühstück interessiert, kann zur Infostunde einfach vorbeikommen oder sich direkt bei Nicole Schutza per E-Mail melden: pflegeeltern-lausitz@web.de

Die Fachliteratur aus der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek Hoyerswerda kann auch per Fernleihe in jeder anderen Bibliothek ausgeliehen werden.

Warum Demokratie manchmal so schwerfällt?

Ein Abend über Pluralismus, Steinzeitgehirne & das digitale Zeitalter

Am 16.05.2024 um 19 Uhr haben wir in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Hoyerswerda und "Kontrovers vor Ort" wieder unsere Türen geöffnet und zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion eingeladen. Das Thema an diesem Abend "Warum Demokratie manchmal so schwerfällt" scheint aktueller denn je. Und so fanden sich an diesem Donnerstagabend wieder einige Gäste zusammen, um sich auszutauschen.

Unser Gastdozent an dem Abend war Sozialwissenschaftler Dr. Christoph Meißelbach welcher uns erklärte, dass Demokratie vom Wettstreit der Ideen lebt. Damit dieser Wettbewerb fair und friedlich bleibt, braucht es Spielregeln, über die sich alle einig sind. Und so wurden zu Beginn des Vortrags erstmal die Demokratie Basics erörtert. Danach ging es darum, welche Rolle unser Gehirn in diesem Kontext für eine Rolle spielt.

Es wurde über hunderttausende von Jahren geformt, während der wir Menschen die meiste Zeit in kleinen Jäger-und-Sammler-Gesellschaften gelebt haben. Menschen sind also schon biologisch nicht optimal daran angepasst, sich in solchen komplexen technischen und politischen Verhältnissen zurechtzufinden. Stattdessen neigen wir dazu, fest an die Erzählungen unseres eigenen „Stammes“ zu glauben und gemeinsam entschlossen gegen jene vorzugehen, die die Welt anders sehen als wir. Die Demokratie ist also eine echte Zumutung für das menschliche Gehirn – erst recht im digitalen Zeitalter.

Und auch welche große Rolle die sozialen Medien mittlerweile in diesem Zusammenhang spielen war ein Thema. Früher glaubte man das sogenannte Filterbubbles und ein nahezu perfekt angepasster Algorythmus den Leuten entsprechenden Content ausspielt, mittlerweile konnte das durch Wissenschaftliche Studien aber wiederlegt werden. Die sozialen Medien spielen eine große Rolle aber die Probleme finden außerhalb von bubbles in Kommentarspalten in welchen sich "Radikalinskis" wie Herr Meißelbach sie scherzhaft bezeichnet, austoben.

Nach diesem spannenden und aufschlussreichen Vortrag kam eine noch spannendere Diskussionsrunde zwischen dem Dozenten und den Gästen. So wurden die Sorgen geäußert, dass viele der aktuellen Spitzenpolitiker nicht die richtigen Kompetenzen haben, dass sich die AFD im Osten schneller als im Westen verbreiten würde und welche Fehler direkt nach der Wende gemacht wurden. Nach einem sehr aktiven und angeregten Austausch waren sich alle Gäste einig, dass Demokratie wichtig und schützenswert ist, auch wenn sie für unsere Gehirne immer noch schwer zu fassen sein mag.

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Pride Month – Erstmals in Hoyerswerda!

Anlässlich des Pride Months, finden im Juni an vielen Tagen Veranstaltungen und Aktionen wie zum Beispiel Paraden statt. Diese Aktionen sollen sowohl auf die leider immer noch bestehenden Ungerechtigkeiten aufmerksam machen, als auch denjenigen gedenken, die tragischerweise ihr Leben im Kampf für die Gleichberechtigung queerer Menschen verloren haben. Darüber hinaus soll der Pride Month aber auch die Vielfalt in unserer Gesellschaft zelebrieren und so auch zu einem friedlicheren Miteinander beitragen.

Auch wir möchten im Juni erstmals gemeinsam mit dem Schloss Hoyerswerda, der Kufa sowie den Partnerschaften für Demokratie mit verschiedenen Veranstaltungen Flagge zeigen. Das Projekt liegt den Akteuren am Herzen, weil es in Hoyerswerda wenig Möglichkeiten für queere Jugendliche gibt sich zu entfalten. In diesem Monat soll ein Raum geschaffen werden, wo sich Jugendliche & Eltern informieren und weiterbilden können. Mit verschiedenen Veranstaltungen soll auf das Thema aufmerksam gemacht werden.

Wir freuen uns sehr, sie bei folgenden Veranstaltungen begrüßen zu dürfen:

03.06. – 29.06.24: Wanderausstellung „Solche Leute gibt’s hier nicht!“ Queeres Leben im ländlichen Sachsen in der Stadtbibliothek

05.06.24 17:00 – 19:00 Dialog-Café Juni: Queer und Schule in Sachsen in der Stadtbibliothek

12.06.24 17:00 – 19:00 Autorenlesung: Dopamin & Pseudoretten in der Stadtbibliothek

15.06.24 15:00 – 18:00 Dragqueen Workshop im Jugendclubhaus „Ossi“ Anmeldung erforderlich!

19.06.24 19:00 – Film und Gespräch mit Regisseurin Barbara Wallbraun „Uferfrauen - Lesbisches L(i)eben in der DDR“ im Kufa-Kino

23.06.24 14:00 – 18:00 Vielfalt im Korb – Picknick für alle – Pridepicknick im Kufa-Sommergarten

Kulturelle Reise Irland

Klänge von Irish Folk begrüßten die Gäste der letzten kulturellen Reise welche am 25. April, wie der Name es schon verrät, nach Irland ging. Viele Gäste hatten sich wieder zu dem beliebten Veranstaltungsformat in der Bibliothek eingefunden, um etwas über die Kultur, das Essen und die Bräuche aus dem jeweils vorgestellten Land zu erfahren.

Zu Gast war dieses Mal der aus Irland stammende Philipp Campbell, welcher die Gäste mit seinem Vortrag mit auf eine Reise durch die irische Kultur und sein Leben in Irland nahm. Auch die politischen Konflikte, mit denen das Land durchaus zu kämpfen hatte, waren Thema, denn auch sie gehören zur Geschichte des Landes. Nach einem spannenden Vortrag konnten die Gäste alle ihre Fragen direkt an Philipp Campbell stellen, bevor es wohl zum beliebtesten Teil der Kulturellen Reisen kam. Dem Essen.

Die Gäste konnten sich auf typisch irische Spezialitäten wie Irish Stew, Shortbread, und ein irisches Brot freuen. Dazu gab es schwarzen Tee aus Irland sowie verschiedene Aufstriche. In gemütlicher Atmosphäre konnten die Gäste das Essen probieren und sich austauschen. Dass es wieder ein gelungener Abend war, zeigte das leere Büfett und die Nachfrage nach den Rezepten, die wir an dieser Stelle gern mit Ihnen teilen möchten

Weizen Vollkorn Brot:

300g Weizen Vollkorn Mehl

100g Mehl

50g Haferflocken

1Esslöffel Honig

500ml Buttermilch

Teelöffel Natron

Alles gut miteinander vermischen und mit Backpapier in eine lange Backform geben. EinigeHaferflocken auf die Oberfläche drücken. Bei 160 Grad für eine halbe Stunde im Ofen lassen oder bis es braun ist. Hebe es aus der Backform, halte es am Backpapier fest und lasse esvollständig abkühlen, bevor du es in Scheiben schneidest.

Irische Kekse (Shortbread):

250g Butter

125g feiner Zucker

50g Maismehl

300g Mehl

die Schale einer ganzen Zitrone

feiner Zucker zum Bestreuen

Zucker und Butter mit den Händen verrühren. Danach Mehl, Maismehl und die Zitronen Schale dazugeben. Den Teig in eine große Backform geben und mit einem Artikel flachdrücken. Die Oberfläche vorsichtig mit einer Gabel einstechen. Im Ofen bei 160 Grad ca. 25 Minuten backen, bis es goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen und mit Zucker bestreuen. Ein paar Minuten abkühlen lassen, dann in Scheiben schneiden und die Scheiben auf einem Gitter abkühlen lassen.

Irish Stew:

1kg Rind Stücke (oder Lamm)

3 Zwiebeln

4 Karotten

1 Teelöffel Rosemary

1 Teelöffel Thymen

​800g gewürfelte Kartoffeln

500 ml Fleischbrühe

1 Flasche Guinness

1 Selleriestange

2 Pastinake

Salz und Pfeffer

Zuerst das Fleisch in einer Pfanne einige Minuten anbraten, bis es braun ist. Die Brühe,Gewürze und Guinness dazugeben und bei milder Hitze langsam köcheln lassen für eine Stunde. Nach einer Stunde die Karotten, den Sellerie und die Pastinaken hinzufügen. Eine halbe Stunde später die gewürfelten Kartoffeln, dazugeben. Mann kann auch eine Tüte Gartenerbsen hinzufügen, um dem Eintopf die irische Farbe zu verleihen. Das Essen sollte insgesamt mindestens zwei Stunden kochen. Füge die Kartoffeln nicht zu früh hinzu, da sie sonst zu matschig werden.

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Frag den Oberbürgermeister mit einem besonderen Gast

Am vergangenen Freitag besuchte die sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung die offene Werkstatt für Demokratie in der Brigitte Reimann Stadtbibliothek. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Torsten Ruban Zeh stellte Sie sich den Fragen der Bürgerschaft. 

Aus ihrem Ministerium stammen die Fördermittel, die Hoyerswerdas Bücherei nun schon seit gut 2 Jahren zur offenen Werkstatt der Demokratie (OWD) werden lassen. In ihrer Eröffnungsrede zur heutigen, in der OWD schon traditionellen Veranstaltungsreihe  „Frag den Oberbürgermeister“ geht die erste Frage aber direkt an die Ministerin: Projektleiterin Julia Kieschnick möchte von Katja Meier wissen, was für Sie eine offene Werkstatt für Demokratie ist.

Darauf hat die sächsische Justizministerin eine ausführliche Antwort. Sie geht auf Demokratische Aspekte ein und spielt mit dem Begriff der Werkstatt in der etwas produziert wird. Der Hauptfokus liegt aber im Wirken für das Gemeinwohl. Während Katja Meier sich ein Bild davon macht wofür in Hoyerswerda „ihre“ Gelder ausgegeben wurden und werden, nimmt Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh seine Bürgerschaft in Empfang und verlässt mit Ihnen die OWD.

Bitte was? Ja heute ist nicht nur der Besuch der Ministerin besonders, sondern auch der Ortswechsel, den es so noch nie gegeben hat. Es geht in die Zukunft, die nur einmal ums Eck, einen Katzensprung von der Bibliothek entfernt ist. Die Zukunft von Hoyerswerda kann man im kürzlich eröffneten Mitmachlabor erleben, erfahren und mitgestalten. Die älteren Hoyerswerdschen können sich noch an die Bleiglasfenster und den dahinter befindlichen Gastraum der Gaststätte „Wassermann“ erinnern. Wo einst der Tresen stand, steht heute u.a. ein multifunktionaler Tisch und ein Fahrsimulator, an dem die Hoyerswerdaer aufgerufen sind Testfahrer zu sein und somit Fahrlehrer für die Künstliche Intelligenz. 

Sebastian Schindler, der Projektleiter des Mitmachlabors stellt eines der drei wissenschaftlichen Strukturwandelprojekte unserer Region vor. „Smart Mobility Lab“ heißt das Stichwort. Bis 2026 entsteht im Hoyerswerdaer Ortsteil Schwarkollm eine riesige Halle mit einem Fahrsimulator der von der TU Dresden entwickelt wurde, in dem selbst fahrende Fahrzeuge getestet werden. „ Wir werden die ersten sein, wo solche mobilen Gefährte herumfahren werden“, freut sich der Oberbürgermeister. 

Eine Bürgerin fragt die Grünen Politikerin Meier, ob ihr beim Thema Autos nicht die Haare zu Berge stehen. „Ich habe ja schon nach Radwegen gefragt. Mobilität im Ländlichen Raum ist wichtig, da geht nicht alles mit Fahrrad! Gerade für die Ältere Bevölkerung: Es braucht: einen „Guten Mix aus Beidem“, antwortet Katja Meier, die selbst kein Auto hat und sich gelegentlich eines leiht. Im Selbstversuch hat sie sich  ein elektrisches geliehen und so erlebte sie selbst die ein oder andere Herausforderung die diese Entwicklung mit sich bringt.

Bei Strukturwandelthemen lässt die Frage nach Arbeitsplätzen nicht lange auf sich warten. Junge Menschen interessieren sich für das Projekt im Krabatdorf. „Was muss ich für eine Ausbildung machen, um dort in Schwarzkollm mal arbeiten zu können?“, zitiert Sebastian Schindler, einen Jugendlichen.Torsten Ruban-Zeh ist sich sicher: „Der Wandel soll und wird Arbeitsplötze schaffen und zu Attraktivitätesteigerungen in unserer Stadt führen“, sagt er und fügt hinzu: „wir brauchen Menschen, die bei uns leben und arbeiten Wollen“. „Was würden sie einem Rückkehrer anbieten?“, fragt ein Mann aus dem Publikum. Des Oberbürgermeisters kecke Antwort: „Meine Karte!“

Damit meint er einen direkten Kontakt zu Ihm zum  klären der individuellen Vorstellungen und um  Perspektiven gemeinsam zu entwickeln.Auch die beliebten Fragen nach Straßen- und Bürgersteigsanierungen bekommen ihren Raum.

Die ernüchternde Antwort bleibt immer die Gleiche: es liegt am Geld. Dabei appelliert der OB an die Ministerin. Torsten Rubahn-Zeh erzählt von einer Bewerbung für eine 90% Förderung für Fahrradstraßen, die abgelehnt wurde, da in unserer Stadt zu wenige Autos fahren. „Kommunen, die Veränderung wollen werden ausgebremst“, bemängelt das Stadtoberhaupt. „Durch Förderungen entstehen Blüten“, so Torsten Ruban-Zeh.

Dies ist ein gutes Stichwort, denn ab vom eigentlichen Thema erkundigt sich eine Bürgerin nach dem Pride Month, der in der OWD im Sommer stattfinden wird. „Wie kann man sich das in einem Demokratie Projekt vorstellen? Die Hoyerswerdaer haben doch mit dem Thema kein Problem. „Warum sollen wir normale Menschen denn da hinkommen?“ „Normal“, ist das Reizwort für Katja Maier: „sehen Sie mich nicht als normal an?“, fragt die 44jährige, die in Kürze eine Frau heiratet.

Es entsteht schon jetzt ein kleiner Dialog unter den Gästen und genau das ist die eigentliche Antwort auf die Frage.So gibt es noch viele Themen für Dialoge und Begegnungen in der OWD.

Und auch das Thema mit der Zukunft ist noch lange nicht zu Ende besprochen, denn beim nächsten „Frag den Oberbürgmeister“ geht es um den Blick in die Sterne. So wird am 31. Mai um 17 Uhr Professor Dr. Christian Stegmann vom Deutschen Zentrum für Astrophysik unseren Oberbürgermeister zu seinem Bürgerdialog begleiten. Diesmal wieder zwischen den Büchern der Brigitte Reimann Stadtbibliothek.

Foto/Copyright: Gernot Menzel

Ethik&Literatur – Beliebtes Veranstaltungsformat lebt wieder auf

Großes Interesse bestand am Mittwoch, den 10.04.2024 als die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek im Rahmen der Offenen Werkstatt für Demokratie ein früheres Veranstaltungsformat wieder hat aufleben lassen. Ethik&Literatur Lesung und Dialog, ein Format, welches früher bereits reges Interesse weckte, ist noch genau so begehrt wie vor einigen Jahren.

Zu Gast waren Chefarzt Frank Dietrich aus dem Lausitzer Seenland Klinikum, welcher sich zusammen mit Christian Völker-Kieschnick dem wichtigen Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht angenommen hatte. Neben ausgewählten Texten aus einem reichen Literaturfundus, aus welchen Christian Völker-Kieschnick gelesen hat, traten die beiden immer wieder in einen aktiven Dialog mit dem Publikum.

Bei der Frage, wer alles eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht hat, gingen viele Hände im Raum nach oben. Bei der Frage, wer alles detailliert mit seinen Angehörigen abgesprochen hat, was die eigenen Wünsche betrifft, waren es schon deutlich weniger.

Und wichtig ist nicht nur, mit den Angehörigen darüber zu reden, sondern auch mehr als einmal darüber zu sprechen. Wünsche und Vorstellungen können sich ändern und das auch noch im hohen Alter. Diese Verfügungen und Vollmachten sind zum Schluss meist eine Hilfe und Unterstützung für die Angehörigen.

Ein wichtiger Aspekt wurde an diesem Mittwochnachmittag ebenfalls deutlich. Nicht nur alte Menschen sterben. Auch wenn jemand in seinen zwanzigern noch nicht über seinen Tod nachdenken möchte, sollten sich auch die jüngeren Altersgruppen mit diesem Thema auseinandersetzen. Am Ende weiß niemand, wann seine Zeit gekommen ist.

Das Thema Tot und Sterben sollte enttabuisiert werden und das in allen Altersgruppen. Es sollte mehr darüber gesprochen werden. Am Ende ist das Leid für die Angehörigen oft schwer auszuhalten. Vielleicht können die vorangagngene Thematssierung und das Wissen darüber, was die letzten Wünsche des Verstorbenen waren, zumindest eine kleine Hilfe sein.

Anbei finden sie die Literaturauswahl zu dem Thema:

Du sollst sterben dürfen. Warum
es mit einer Patientenverfügung
nicht getan ist
Eine für Alle - Als Notärztin
zwischen Hoffnung und
Wirklichkeit
Ich verfüge: Rettet mich! Risiken und
Nebenwirkungen von Patientenverfügungen
Tanztee - Das neue geheime
Tagebuch des Hendrik Groen 85 Jahre
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