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Veranstaltungsrückblick: Ostereier-Workshop

Ostereier-Workshop in der Bibliothek

Am vergangenen Mittwoch, den 25. März 2026, fand in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek ein kreativer Oster-Workshop in Zusammenarbeit mit dem Projekt ZARI – Netzwerk für sorbische Sprache und regionale Identität statt.

Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, eigene Ostereier im traditionellen sorbischen Stil zu gestalten. Aus schlichten Plastikeiern entstanden mit etwas Geduld und viel Liebe zum Detail individuelle Dekorationen für Garten und Balkon. Dabei konnten verschiedene Techniken ausprobiert und eigene Ideen umgesetzt werden. Frau Maria Šołćic vom ZARI-Netzwerk, welche den Workshop leitete, begleitete die Teilnehmenden den Nachmittag über und gab hilfreiche Hinweise sowie Einblicke in die sorbische Kultur und die hiesigen Ostertraditionen der Sorben. So hat jedes Muster auf dem Ei auch eine Bedeutung wie Glück, Gesundheit oder Schutz vor dem Bösen.

Veranstaltung: Ostereier Workshop in der Bibliothek
Maria Šołćic erklärt den Teilnehmenden, was es zu beachten gibt.

In gemütlicher Atmosphäre kamen die Gäste während des Gestaltens schnell miteinander ins Gespräch – mal auf Deutsch, mal auf Sorbisch oder einfach ganz selbstverständlich gemischt. Auch Kinder waren mit Freude dabei und brachten ihre eigenen kreativen Ideen ein.

Zum Abschluss wurden die fertigen Eier versiegelt, sodass sie nun wetterfest sind und draußen ihren Platz finden können.

Der Workshop bot nicht nur Raum für kreatives Arbeiten, sondern auch für Austausch und Begegnung. Insgesamt ein rundum gelungener Nachmittag, der sicher vielen in guter Erinnerung bleiben wird.

Teilnehmende beim gestalten der Ostereier.

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Dialog-Café März: Alleinerziehend in Indien

Dialog-Cafe´ März: Alleinerziehend in Indien

Am 4. März 2026 lud die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek im Rahmen der Frauenaktionswochen des Landkreis Bautzen zu einem besonderen Dialog-Café ein: Sophie Mörbe gab Einblicke in ihr Leben als alleinerziehende Mutter in Indien.

Sophie Mörbe lebte insgesamt fast zwölf Jahre im indischen Bundesstaat Goa. Ab 2016 übernahm sie die Verantwortung für ihren Sohn allein – doch trotz der Herausforderungen war sie eingebettet in ein Umfeld, das durch Nähe, Unterstützung und Gemeinschaft ein echtes Zuhause bot. In ihrem Vortrag erzählte sie von den täglichen Aufgaben, Unsicherheiten und besonderen Momenten des Ankommens in einem anderen kulturellen Kontext. Dabei ging es nicht nur um das Leben als Mutter, sondern auch um die Erfahrung, als Frau allein in Indien selbstbestimmt zu handeln, gesellschaftliche Rollenbilder zu hinterfragen und den Mut zu finden, den eigenen Weg zu gehen.

Ein zentraler Teil des Abends war der Blick auf kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede rund um Schwangerschaft, Geburt und Kinderbetreuung. Sophie Mörbe erklärte, wie in Indien Verantwortung oft selbstverständlich geteilt wird: Familie, Nachbarschaft und Freundschaften spielen eine große Rolle, und Kinder wachsen in einem stark gemeinschaftlich geprägten Umfeld auf. Im Vergleich zu westlichen Lebensrealitäten wurde deutlich, wie stark die Gemeinschaft in Goa Alleinerziehende unterstützt und wie sehr soziale Nähe Sicherheit und Rückhalt gibt.

Besonders eindrucksvoll war für die Zuhörenden, wie Sophie Mörbe und ihr Sohn durch die Menschen in Goa getragen und begleitet wurden – ein Beispiel dafür, wie eine starke Gemeinschaft das Leben erleichtert und bereichert.

Das Dialog-Café bot Raum für Fragen, Austausch und persönliche Einblicke in ein Leben zwischen zwei Kulturen. Es zeigte, wie wertvoll Erfahrung, gegenseitige Unterstützung und offene Gespräche sind – und hinterließ viele Denkanstöße darüber, wie Gemeinschaft in unterschiedlichen Kulturen gelebt wird.

Schließzeiten im Frühling

Die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek hat im Frühling wie folgt geschlossen:

Während den Osterfeiertagen vom 03.04. bis 06.04.2026, um den Tag der Arbeit vom 01.05. bis 03.05.2026 und Pfingsten vom 23.05. bis 25.05.2026.

Die Medienrückgabeboxen sind ebenfalls geschlossen, es werden während der Schließzeit jedoch keine ausgeliehenen Medien fällig.

Wer dringend Lesenachschub, ein schönes Hörbuch oder etwas für den nächsten Filmeabend braucht – für den ist die Online-Bibliothek 24/7 da. Diese ist für angemeldete Bibliotheksnutzerinnen und Nutzer kostenlos.

In der BorrowBox (ehemals Onleihe) gibt es die Möglichkeit eBooks bequem per E-Reader, App auf dem Tablet oder Handy oder PC zu lesen. Außerdem sind Hörbücher oder Zeitschriften online ausleihbar. Bei Filmfriend können Filme und Serien kostenlos gestreamt werden.

Alle Online-Angebote der Bibliothek sind unter https://bibliothek-hy.de/online-angebote/ zu finden.

Die Anmeldung bei allen Online-Angeboten erfolgt wie folgt:

  1. Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek auswählen
  2. Benutzername = Ihre Bibliotheksausweisnummer
  3. Passwort = Ihr Geburtsdatum (tt.mm.jjjj).

Das Team der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek wünscht allen schöne Frühlingsfeiertage.

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Veranstaltungsrückblick 53. Todestag Brigitte Reimann

„Was ich auf dem Herzen habe“ – Zeitzeugen über Brigitte Reimann

Anlässlich des 53. Todestages von Brigitte Reimann am 20.02.2026 haben wir gemeinsam mit dem Freundeskreis für Kunst und Literatur zu einer besonderen Lesung in die Bibliothek eingeladen. Unter dem Titel „Was ich auf dem Herzen habe – Zeitzeugen über Brigitte Reimann“ stand diesmal nicht das Werk der Schriftstellerin selbst im Mittelpunkt, sondern persönliche Texte über sie – geschrieben von Menschen, die ihr literarisch und menschlich eng verbunden waren.

Die ausgewählten Beiträge stammen aus dem Buch „Was ich auf dem Herzen habe“. In Erinnerungen, Essays und sehr persönlichen Würdigungen zeichneten Weggefährtinnen und Weggefährten ein vielschichtiges Bild der Autorin. Ihre Texte eröffneten berührende Einblicke in Reimanns Charakter, ihr künstlerisches Selbstverständnis und die gesellschaftlichen Spannungsfelder ihrer Zeit.

Zu hören waren unter anderem Beiträge von Volker Braun, Reiner Kunze, Wolfgang Schreier, Helmut Sakowski, Irmgard Weinhofen, Dorothea Kleine, Waltraud Skoddow und Gert Neumann.

Gelesen wurden die Texte von Heidrun Dietrich, Christine Neudeck und Silvia Lohr vom Freundeskreis. Mit viel Gespür für Ton und Zwischentöne ließen sie die Erinnerungen der Weggefährten lebendig werden.

Es war ein Abend, der nicht nur an eine bedeutende Schriftstellerin erinnerte, sondern auch spürbar machte, wie sehr ihr Denken und Schreiben bis heute nachwirkt. Eine stille, eindrucksvolle Hommage – und ein schönes Zeichen dafür, dass Brigitte Reimann auch 53 Jahre nach ihrem Tod nichts von ihrer Kraft verloren hat.

Das Buch "Was ich auf dem Herzen habe" können Sie sich selbstverständlich bei uns ausleihen.
Klicken Sie hier, um zum Buch zu gelangen.

Veranstaltungsrückblick Deutsch-Sorbische Märchen und Sagenstunde

Deutsch-Sorbische Märchen und Sagenstunde in der Bibliothek

Am 11. Februar 2026 luden Gabriela Linack und Lubina Dutschmann vom Domowina-Regionalverband und die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek Hoyerswerda zu einem besonderen Märchennachmittag ein. Große und kleine Gäste konnten in die Welt der sorbischen Märchen eintauchen – vorgelesen sowohl auf Sorbisch als auch auf Deutsch.

Im Mittelpunkt stand das bekannte Märchen „Pumphut“, erzählt vom Müllerburschen Martin. Die Zuhörer erfuhren, wie Martin zu seinem Beinamen „Pumphut“ kam, welche Abenteuer er erleben durfte und warum er in der Lausitz und weit darüber hinaus sowohl geliebt als auch gefürchtet wurde.

Besonders eindrucksvoll wurde die Geschichte durch das Kamishibai, ein traditionelles japanisches Erzähltheater, das mit Bildern die Handlung lebendig machte. So konnten die Kinder und Erwachsenen die Abenteuer von Martin Pumphut nicht nur hören, sondern auch visuell miterleben.

Die Veranstaltung bot den Gästen die Gelegenheit, sich von der Magie des sorbischen Märchens verzaubern zu lassen und die Geschichte auf zwei Sprachen zu genießen. Ein Nachmittag, der Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen in Erinnerung bleiben wird und einmal mehr zeigte, wie lebendig und spannend sorbische Märchen sein können.

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Kunst trifft Dialog – Ein inspirierender Abend in der Stadtbibliothek

Kunst, Gespräche und neue Perspektiven: Beim ersten Dialog-Café des Jahres am 14.01.2026 bot die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek Hoyerswerda einmal mehr Raum für Austausch, Neugier und kreative Impulse. In Kooperation mit dem neu gegründeten Künstlerkollektiv machART entstanden inspirierende Begegnungen und Gespräche.

Die Mitglieder von machART nutzten das Format des Dialog-Cafés, um ihre Arbeiten vorzustellen und persönliche Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen zu geben. Die Gäste haben erfahren, wie sich das Kollektiv gegründet hat, was es sich für die Kunstszene in Hoyerswerda wünscht und welche verschiedenen Kunstarten im Kollektiv vertreten sind. In entspannter Café-Atmosphäre entstanden lebhafte Gespräche über Kunst und Inspiration. Das Publikum zeigte großes Interesse, stellte Fragen und kam schnell mit den Kunstschaffenden ins Gespräch – ganz im Sinne des Dialog-Cafés.

Der Abend machte deutlich: Kunst lebt vom Austausch. Das Dialog-Café bot dafür einen geeigneten Rahmen und zeigte, wie bereichernd kulturelle Begegnungen sein können. Die Ausstellung des Künstlerkollektivs ist noch bis Mitte Februar zu den regulären Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen.

Wir danken allen Beteiligten und Gästen für diesen gelungenen Auftakt und freuen uns schon auf weitere spannende Dialog-Cafés.

Das nächste Dialog-Café findet am 31.01.2026 statt. Das Thema ist "Mehrsprachigkeit".
Für weitere Informationen hier klicken.

Veranstaltungshinweis: Lebendiger Adventskalendar

Ein Engel zwischen den Regalen

Im Rahmen des lebendigen Adventskalenders der Kulturfabrik Hoyerswerda, durften wir gemeinsam mit der Domowina das 17. Türchen in unserer Bibliothek öffnen. 16 Gäste folgten der Einladung und erlebten einen stimmungsvollen vorweihnachtlichen Abend zwischen unseren Bücherregalen.

Ein Engel verzauberte die Anwesenden mit der Weihnachtsgeschichte und einem Märchen und stimmte auf die kommenden Festtage ein. Die ruhige Atmosphäre lud zum Zuhören und Innehalten ein.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des sorbischen Bescherkindes – des Dźěćetko. In traditioneller Tracht, mit weißen Handschuhen und verschleiertem Gesicht, segnete es die Gäste und wünschte Glück sowie ein gutes neues Jahr.

Das Dźěćetko ist eine bedeutende Figur der sorbischen Weihnachtstradition. Begleitet von zwei ebenfalls traditionell gekleideten Personen zieht es – meist an Heiligabend – von Haus zu Haus, angekündigt durch ein kleines Glöckchen. Mit einer geschmückten Reisigrute bringt es Glück und Gesundheit und bleibt dabei stumm, um das Geheimnis seiner Identität zu bewahren.

Im Anschluss konnten die Gäste bei Punsch, Tee und kleinen Weihnachtsleckerein ins Gespräch kommen und den Abend ausklingen lassen.

Wir danken allen Beteiligten und Gästen für diesen schönen Abend.

Das sorbische Bescherkind Dźěćetko mit seinen Begleitern.
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