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Neubrandenburg – neue Suche nach Dauer

Aus irgendeinem Grund bin ich in den letzten Jahren in diesen Kreis geraten, an Leute, die ich immer geschätzt, bewundert, deren Freundschaft und Vertrauen ich mir gewünscht habe. Sie finden mich verändert. Wieso, durch was verändert? […] Unbehagen, ein stiller Widerstand – das ist doch noch keine Haltung. […]Und warum werde ich auf dem Kongreß von manchen so herzlich […]begrüßt, von anderen geschnitten? Tb II, 3.6.1969

1969 - 1970

1969 liegen die Kapitel 1-8 von Franziska Linkerhand vor.

Die Entfremdung zwischen Brigitte Reimann und Jon K. wächst.

Im August arbeitet Brigitte Reimann mit Bernd Scharioth am Filmfeuilleton „Sonntag den…“ über die Stadt Neubrandenburg.

Im Oktober ist sie durch Rückenschmerzen fast bewegungsunfähig.

1970 beginnt im Januar mit einem Aufenthalt im Krankenhaus Mahlow bei Berlin. Der Krebs breitet sich in Reimanns Körper aus, auch wenn sie vorerst glaubt, geheilt zu sein.

Im März wird „Sonntag den…“ das erste Mal gesendet. Ende des Monats wird sie erneut ins Krankenhaus eingewiesen, die „mörderischen Schmerzen“ können nur durch Spritzen betäubt werden.

Im April wird sie in die Robert-Rössle-Klinik in Berlin-Buch verlegt.

Die am 28. Mai in ihrer Abwesenheit in Hoyerswerda vollzogene Scheidung setzt einen Schlussstrich unter ihre dritte Ehe. Im September lernt Brigitte Reimann den „dicken Doktor“ kennen.

1970 - 1974

1971 folgen im März schwere Operationen in Berlin-Buch. Am 14. Mai heiratet Brigitte Reimann ihren „Bären“ Dr. Rudolf Burgartz.

Im August liegt „Franziska Linkerhand“ bis Kapitel 12 vor.

1972 arbeitet Brigitte Reimann zwischen immer wieder auftretenden Krankheitsschüben und Bestrahlungen weiter an „Franziska“.

Ab dem 18. August liegt Brigitte Reimann in Berlin-Buch und ist kaum noch ansprechbar, Weihnachten verbringt sie schwerkrank in Neubrandenburg.

Am 20. Februar 1973 erliegt Brigitte Reimann in Berlin-Buch ihrem Krebsleiden.

1974 erscheint der unvollendete Roman „Franziska Linkerhand“