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Dialog-Café Mai: Hebamme mit Expertise und Bauchgefühl Beruf oder Berufung?

Neuer Monat, neues Dialog-Café. Dieses Mal ging es bei der regelmäßig in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek statt findenden Veranstaltungsreihe um die wichtige Berufsgruppe der Hebammen. Zu Gast waren Stephanie Hahn-Schaffarczyk 1. Vorsitzende des Sächsischen Hebammenverbands, Sabine Waschulewski leitende Hebamme im Klinikum Hoyerswerda sowie Carolin Krautz Praxisanleiterin und Freiberufliche Hebamme.

Die drei Hebammen haben ihre Berufsgruppe in einem Vortrag vorgestellt und viele spannende Fakten aus ihrem beruflichen Alltag erzählt, wo so manch ein Gast nur staunen konnte. Die Chance, den Hebammen im anschließenden Dialog ihre Fragen zu stellen, haben die Gäste gern genutzt. Auch wie man den Berufsweg der Hebamme einschlagen kann, interessierte die jüngeren Gäste, dass sich auch die Hebammen über diese Frage gefreut haben, hat man gemerkt, den wie in vielen anderen Berufsgruppen wird auch hier dringend Nachwuchs gesucht.

Im Rahmen des Projekts “Offene Werkstatt der Demokratie” veranstalten wir regelmäßig Dialog Cafés in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek, zu denen Sie herzlich eingeladen sind. Das nächste Dialog Café findet am 21.06.23 um 17:00 statt.

Offene Werkstatt der Demokratie

Ziel des Projektes ist es, die Bibliothek als Ort der Demokratie zu etablieren, ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, wichtige Themen für ihre Stadt diskutieren und sich aktiv in Entscheidungsprozesse einbringen können. Das Projekt „Offene Werkstatt der Demokratie“ ist durch das Programm „Orte der Demokratie“ des Sächsischen Staatministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung gefördert.

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Frag den Oberbürgermeister

Frag den Oberbürgermeister

Vom neuem Einzelhandel über die Verkehrsanbindung bis hin zum Bahnhof

Die Veranstaltungsreihe Frag den Oberbürgermeister fand am 05.05.2023 wieder am gewohnten Ort in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek statt, und startete dieses mal gleich mit einem Lob.

"Ich möchte ihnen ein Lob ausprechen, man merkt es tut sich etwas"

Bürgerin bei der Veranstaltung "Frag den OB"

Auch dieses Mal gab es wieder viele verschiedene Themen, welche die Bürger von Hoyerswerda beschäftigten. Eines der größten Themen war wohl der neu entstehende Einzelhandelskomplex im WK 9, zu dem es viele verschiedene Meinungen unter den Bürgern gibt. Während die einen es gut finden, dass etwas Neues entsteht, denn es soll neben dem neuen Einkaufscenter auch neuer Wohnraum entstehen, so sehen es andere kritisch. Sie haben Angst, dass es die nächste „Einkaufsruine“ wird, wie etwa das Cottbuser Tor oder das Treff-8 Center, welches mittlerweile weniger frequentiert wird.

Was auch die Frage aufwarf, warum man nicht lieber diese Einkaufskomplexe aufwerten und sanieren könne. Das liegt in den meisten Fällen daran, dass sich die Grundstücke in der Hand von Privatinvestoren befinden und ihnen damit die Oberhand obliegt, was man mit den Grundstücken macht. Auch wurde gefragt, warum die Grünewaldpassage nicht wieder belebt wird, dass diese aber komplett vermietet und somit voll ausgelastet ist, wussten die wenigsten. Alles in allem wurde das Thema neuer Einzelhandelskomplex lange diskutiert und der Bürgermeister stellte sich allen Fragen dazu. Wie es sich schlussendlich entwickelt, wird die Zukunft zeigen.

Aber auch andere Themen bewegten die Bürger an diesem Abend. Etwa ob ein Friedwald nicht etwas für Hoyerswerda wäre, der Bürgermeister nahm das Anliegen auf und versprach es an entsprechende Stelle weiterzugeben und zur Sprache zu bringen. Ein weiteres Thema war die Nachfrage, warum das Anrufsammeltaxi der Verkehrsgesellschaft eingestellt wurde, der Bürgermeister konnte die Hintergründe erläutern und teilte den Bürgern mit, dass die Verkehrsgesellschaft an dieser Stelle bereits mit Hochdruck an einer Lösung arbeitet. Das zuletzt tätige Unternehmen hatte aufgrund von Fachkräftemangel den Vertrag bei der Verkehrsgesellschaft gekündigt.

Dies waren nur einige der angesprochenen Themen und man merkt, die Möglichkeit, so einfach und unkompliziert, mit dem Oberbürgermeister ins Gespräch zu kommen wird gerne von den Bürgern genutzt. Die Veranstaltungsreihe Frag den Oberbürgermeister findet das nächste Mal am 26.05.23 von
17:00 - 18:30 statt.

Haben Sie auch eine Frage an den Oberbürgermeister?
Dann seien Sie das nächste Mal gerne mit dabei!

Sie haben einen Vorschlag oder einen Wunsch für ein bestimmtes Oberthema?
Teilen sie uns diesen gerne mit! E-Mail: demokratie@bibliothek-hy.de

Die nächsten Termine sind:

26.05.2023 - 17:00-18:30

23.06.2023 - 17:00-18:30

25.08.2023 - 17:00-18:30

Die Veranstaltung “Frag den Oberbürgermeister“ wird durch das Projekt “Offene Werkstatt der Demokratie“ realisiert und durchgeführt, und soll mit der Zeit und dem aktiven Feedback der Besucher weiterwachsen.

Offene Werkstatt der Demokratie

Ziel des Projektes ist es, die Bibliothek als Ort der Demokratie zu etablieren, ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, wichtige Themen für ihre Stadt diskutieren und sich aktiv in Entscheidungsprozesse einbringen können. Das Projekt „Offene Werkstatt der Demokratie“ ist durch das Programm „Orte der Demokratie“ des Sächsischen Staatministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung gefördert.

Dialog-Cafe

Dialog-Café April: 30 Jahre Lokaljournalismus

Alle woll(t)en etwas wissen

Heute wurden wir im Dialog-Café auf eine Zimmerreise durch die letzten 30 Jahre Lokaljournalismus
mitgenommen. Siegbert Matsch, Verlagsleiter des Hoyerswerdaer Wochenblattes und
damaliger Mitbegründer der Lokalredaktion, bot eine lebendige Erzählperspektive mit
kleiner Bildershow.

„Junge Leute schreiben Interessantes aus der Region“
Alles begann damals in einer Garage, mit geborgtem PC in Eigenregie. Die 22- 26-jährigen
Journalisten fuhren zum Druck eigens nach Bautzen, alle 7000 Exemplare wurden ins Auto
geladen und verteilt. Davon wurden anfangs noch 4,5 Tausend weggeschmissen. Aller
Anfang ist schwer.

„Die Wendezeit – das war das Eldorado für Journalisten“
Alle Bürger waren wissbegierig oder machten sich Luft über Unstimmigkeiten. Die
Redakteure waren am Puls der Zeit und warteten auf den symbolischen Rathausbrand, auch
nachts schoben sie Bereitschaften. Sie waren das offene Kommunikationsrohr der
Bürgerschaft. Im Sommer 1992 wurde aus dem Wochenblatt die Tageszeitung, der Vertrieb wurde
einfacher durch die Übernahme eines Verlages, aber die Lokalredaktion blieb erhalten.

„Mittendrin, statt nur dabei“
Sie haben sich immer mitten ins Getümmel gestürzt, um Hautnahe Erlebnisse zu spiegeln.
Und Redaktionssitzungen fanden bei Sonnenschein im Woyski Park statt.
Kontroversitäten in der heutigen Medienwende waren ebenso Thema wie die Zeitung der
Zukunft. Durch unsere schnelllebige Soziale Medienlandschaft mit oft ungeprüften
Informationen, passiert eine „Entfremdung des Einzelnen zur öffentlichen Wahrheit“.
Die Funktion des Journalismus als 4. Säule der Gesellschaft, bedeutet natürlich guten
Journalismus zu billigen. Seriöser Journalismus und Papier brauchen Zeit. Zeit für zuverlässige Quellenrecherche, das Abwägen der Kosten/Nutzenfrage für gedruckte Zeitungen und die Filterung der immensen Informationsflut des Tages stellen enorme Herausforderungen dar.

Siegbert Matschs Zukunftsvision: Ausbau der Online Zeitung unter der Woche und eine
gedruckte Zeitung für das Wochenende. Etwas Besonderes, wo sich noch Zeit für Papier
genommen wird.

Im Rahmen des Projekts “Offene Werkstatt der Demokratie” veranstalten wir regelmäßig Dialog Cafés in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek, zu denen Sie herzlich eingeladen sind. Das nächste Dialog Café findet am 21.06.23 um 17:00 statt.

Offene Werkstatt der Demokratie

Ziel des Projektes ist es, die Bibliothek als Ort der Demokratie zu etablieren, ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, wichtige Themen für ihre Stadt diskutieren und sich aktiv in Entscheidungsprozesse einbringen können. Das Projekt „Offene Werkstatt der Demokratie“ ist durch das Programm „Orte der Demokratie“ des Sächsischen Staatministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung gefördert.

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Pädagogisches Rollenspiel: Von Werwölfen und schwarzen Mühlen

Was die Krabat Sage mit Demokratie zu tun hat

Was der schwarze Müller aus der Krabat Sage mit Demokratie zu tun hat, konnte die Schulklasse der 7B der Freien Oberschule Schwepnitz am 03.04.2023 von 09:00 - 12:30 Uhr in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek in dem pädagogischen Rollenspiel "Von Werwölfen und schwarzen Mühlen" herausfinden.

Die 23 Schülerinnen und Schüler aus Schwepnitz haben gemeinsam mit der Kulturpädagogin Juliette Schaaf von der Krabat Mühle Schwarzkollm das extra auf die Krabat Sage angepasste Rollenspiel Werwolf gespielt. Ziel des an das Projekt angepassten Werwolf-Spiels war es, die Gehilfen des Schwarzen Müllers unter den Bewohnern des Dorfes ausfindig zu machen. Machtstrukturen innerhalb der Krabat Sage zu erkennen und aufzubrechen.

Die Schülerinnen und Schüler wurden aktiv eingebunden und konnten gemeinsam in Zusammenarbeit spielerisch die Herausforderungen des Werwolf-Spiels überwinden und die Gehilfen des schwarzen Müllers ausfindig machen.So konnte spielerisch der Kerngedanke der Demokratie vermittelt werden.

Am Anschluss an das Spiel gab es noch eine Diskussionsrunde, in der die Schülerinnen und Schüler sich über den Inhalt des Spiels und den Demokratiegedanken austauschten. Das Spiel gefiel den Schülern so gut, dass sie es auf der nächsten Klassenfahrt mit ins Programm einbinden möchten.

Gerne empfangen wir nach vorheriger Anmeldung auch ihre Schulklasse.
Das Pilotprojekt “Offene Werkstatt der Demokratie für Schulklassen“ wird durch das Projekt “Offene Werkstatt der Demokratie“ realisiert und durchgeführt und soll in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Offene Werkstatt der Demokratie

Ziel des Projektes ist es, die Bibliothek als Ort der Demokratie zu etablieren, ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, wichtige Themen für ihre Stadt diskutieren und sich aktiv in Entscheidungsprozesse einbringen können. Das Projekt „Offene Werkstatt der Demokratie“ ist durch das Programm „Orte der Demokratie“ des Sächsischen Staatministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung gefördert.

Workshop: Frauen in die Kommunalpolitik

Frauen in die Kommunalpolitik!

Zu diesem Thema fand im Rahmen des Monats der starken Frauen ein Workshop in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek statt.

Es ist kein Geheimnis, dass die Kommunalpolitik dringend Nachwuchs sucht und in diesem Zuge es auch das Ziel ist, dass sich der Anteil der Frauen in den Gremien erhöht. Viele Frauen fragen sich allerdings wie man das umsetzen kann und vor allem wann.

Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Hausarbeit, Ehrenamt: Frauen wenden pro Tag im Durchschnitt 52,4 Prozent mehr Zeit für unbezahlte Sorgearbeit auf als Männer. Dieser Unterschied wird als "Gender Care Gap" bezeichnet.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Dieser und vielen anderen Fragen und gingen die Frauen gemeinsam mit Karin Prietzel vom Herbert- Wehner-Bildungswerk aus Dresden und der Gleichstellungsbeauftragen der Stadt Hoyerswerda Korina Jenßen auf den Grund. Erfahrungen teilten auch zwei bereits als Stadt- und Gemeinderätin tätige Frauen.

Ziel des Abends war es Vorurteile abzubauen, Perspektiven und Möglichkeiten aufzuzeigen, was die Vereinbarkeit von Familie, Ehrenamt und Kommunalpolitik betrifft sowie Kontakte zu knüpfen und zu netzwerken. Insgesamt fand unter allen Teilnehmerinnen ein reger Austausch statt, viele offene Fragen wurden beantwortet und Möglichkeiten wie es klappen kann aufgezeigt.

Dass es ein wichtiges Thema ist, zeigte an diesem Abend auch die mediale Präsenz, so berichtete unter anderem der MDR, welcher die Frauen an diesem Abend interviewte sowie die Lausitzwelle über die Veranstaltung. Wer neugierig geworden ist, kann sich den Videobericht hier anschauen.

Offene Werkstatt der Demokratie

Ziel des Projektes ist es, die Bibliothek als Ort der Demokratie zu etablieren, ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, wichtige Themen für ihre Stadt diskutieren und sich aktiv in Entscheidungsprozesse einbringen können. Das Projekt „Offene Werkstatt der Demokratie“ ist durch das Programm „Orte der Demokratie“ des Sächsischen Staatministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung gefördert.

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Workshop „What the Fake?!“

Inhalte des Workshops:

  • Was sind Fake News und Desinformationen?
  • Warum werden Falschnachrichten verbreitet?
  • Wer verbreitet Falschnachrichten?
  • Falschnachrichten in der Geschichte
  • Selbständiges Erkunden und Kennenlernen von Werkzeugen, mit deren Hilfe Falschnachrichten enttarnt werden können
  • Ausflug in aktuelle Themen wie KI/AI, Deepfakes, Phishing, ...
  • Optional: Fake-News-Escape-Room (+ 45-60min)

Auch als Train-the-Trainer-Workshop für Lehrende möglich:

  • nach der Veranstaltung können Lehrende den Workshop in der Schule durchführen
  • Unterrichtsmaterialien werden zur Verfügung gestellt

Rahmen:
Dauer: 3-4h
Maximale Anzahl an Teilnehmenden: 1 Schulklasse
Hinweis: Bitte rechtzeitig 2-4 Monate im Voraus zur Veranstaltung anmelden!

Buchung & Ansprechpartnerin:

Pia Gutsche
E-Mail: veranstaltung@bibliothek-hy.de
Telefon: 03571 60 77 554

Ehemalige Vertragsarbeiter aus Mosambik mit ihren Portraitfotos der Ausstellung des Fotografen Aghi in Hoyerswerda anlässlich des Gedenkwochenendes »Hoyerswerda 1991«

Ausstellung „Wir waren Kollegen“ in der Bibliothek

Die Ausstellung von Aghi und Julia Oelkers zeigt Porträts mosambikanischer Frauen & Männer, die zwischen 1979 und 1991 in Hoyerswerda lebten und arbeiteten.

1979 kamen die ersten Vertragsarbeiter aus Mosambik nach Hoyerswerda. Viele lebten und arbeiteten schon mehr als zehn Jahre in der Stadt, als sie die rassistischen Angriffe auf ihre Wohnheime erleben mussten. Nach dem Mauerfall wurden die meisten Vertragsarbeiter in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt. Die letzte kleine Gruppe Mosambikaner verließ Hoyerswerda im November 1991 und flog zurück nach Maputo – mitten in den Bürgerkrieg.

Im Abkommen zwischen der DDR und Mosambik war ein sogenannter Lohntransfer vereinbart worden, der erst nach der Rückkehr ausgezahlt werden sollte. Als deutlich wurde, dass die mosambikanische Regierung dieses Geld nicht auszahlt, organisierten sich die ehemaligen Vertragsarbeiter. Seitdem kämpfen Madgermanes – wie sie in Mosambik genannt werden – mit wöchentlichen Demonstrationen um die Auszahlung ihrer Löhne. Die transferierten Lohnanteile sind in Deutschland verblieben und wurden mit den Staatsschulden Mosambiks verrechnet. Die Ausstellung portraitiert einige der ehemaligen Kollegen und Nachbarn aus Hoyerswerda.

Aussteller: Initiative Zivilcourage Hoyerswerda

Mehr Informationen zu Aghi und Julia Oelkers

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