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Ethik & Literatur – Was bedeuten Heimat & zu Hause ?

Was bedeutet Heimat eigentlich? Ist es der Ort, an dem man geboren und aufgewachsen ist? Sind es Erinnerungen, die man mit einem bestimmten Platz verbindet? Oder sind es vielleicht vor allem die Menschen, bei denen man sich zu Hause fühlt?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich am vergangenen Mittwoch die Veranstaltung „Ethik & Literatur“

Neben dem literarischen Aspekt der Veranstaltung, stand dieses mal ein offenes Podiumsgespräch mit Christian Völker-Kieschnick und Frank Dietrich, dem ehemaligen Leiter der Ethikkommission am Lausitzer Seenlandklinikum, im Mittelpunkt der Veranstaltung. Gemeinsam mit ihren Gästen wurde darüber gesprochen, was Heimat heute bedeutet, welche Rolle Herkunft und Zugehörigkeit spielen und wie aus einem Ort ein echtes Zuhause werden kann.

Bei einer Fragerunde mit dem Publikum zeigte sich schnell, dass Heimat für jeden etwas anderes sein kann. Für die einen sind es vertraute Orte und Landschaften, für andere Familie, Freunde, Sprache oder gemeinsame Erinnerungen. Und manchmal verändert sich das eigene Gefühl von Heimat auch im Laufe des Lebens. Ein neuer Ort kann fremd beginnen und irgendwann trotzdem zu einem Zuhause werden.

Besonders schön war der offene Austausch mit dem Publikum. Unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen kamen zusammen und machten deutlich, wie persönlich das Thema Heimat ist.

Der Nachmittag bot deshalb nicht nur interessante Gespräche, sondern auch einige Denkanstöße, die sicher über die Veranstaltung hinaus zum nachdenken anregen. Denn vielleicht ist Heimat am Ende weniger ein fester Ort als vielmehr das Gefühl, irgendwo anzukommen, dazuzugehören und sich wohlzufühlen.

Literaturliste der Veranstaltung:

Mit einem Klick auf das jeweilige Buchcover, kommen Sie direkt in unseren Online-Katalog und können nachsehen ob das Buch zur Ausleihe verfügbar ist.

Nicht gelesen aber wärmstens empfohlen:

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Frag den Oberbürgermeister – Über das neue Zentrum Bauen und Wohnen

Nach der Sommerpause hieß es am vergangenen Freitag wieder „Frag den Oberbürgermeister“ in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek. Zur ersten Runde im zweiten Halbjahr gab es dieses Mal eine themenbezogene Gesprächsrunde, zu der Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh Gäste mitgebracht hatte. Mit dabei waren Kathrin Schlesinger, Geschäftsführerin der Lautech GmbH, sowie ihre Mitarbeiter Alexander und Sven Ronatschk. Sie stellten den Gästen ihr neuestes Projekt, das Zentrum Bauen und Wohnen, vor.

Wer ab und zu im Kaufland Hoyerswerda seinen Wocheneinkauf erledigt, hat sich vielleicht schon einmal gefragt, was es mit der Renovierung der alten Halle auf dem Parkplatz auf sich hat. Genau hier entsteht das neue Zentrum Bauen und Wohnen der Lautech GmbH.

Das Zentrum Bauen und Wohnen soll Unternehmen dabei unterstützen, neue Baukonzepte und Materialien zu entwickeln, innovative Fertigungs- und Sanierungslösungen zu erproben, Forschungsergebnisse praxisnah nutzbar zu machen und Ideen bis zur Marktreife zu bringen, erklärte Kathrin Schlesinger in ihrem Vortrag. Unternehmen aus der Lausitz erhalten hier Zugang zu moderner Forschungsinfrastruktur, ohne dafür den Umweg über die Großstädte gehen zu müssen. Gleichzeitig trifft regionales Unternehmertum auf deutschlandweite Forschungsexpertise.

Alexander Frank hatte einige Beispiele mitgebracht, um den Gästen anschaulich zu zeigen, woran genau geforscht wird und was man sich unter innovativen Baustoffen vorstellen kann. So konnte das Publikum einige der Materialien selbst in die Hand nehmen, fühlen und sich ein Bild davon machen, wie solche neuen Baustoffe aussehen können.

Ein Beispiel ist Nutzhanf, der unter anderem als Wärmedämmung eingesetzt werden könnte. Extrem stark gepresster Hanf könnte sogar die heute gängigen Rigipsplatten ersetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Stoffen aus der Natur und der Frage, was sich mit ihnen alles umsetzen lässt.

Dabei stellte Kathrin Schlesinger auch klar, dass die Lautech selbst keine eigenen Produkte herstellen möchte. „Wir haben kein eigenes Produkt. Wir arbeiten mit Unternehmen zusammen“, betonte sie. Und weiter: „Wir sind nicht das Betonwerk 4.0. Die Lautech entwickelt Produkte und Verfahren. Der Herstellungsprozess geht in die Wirtschaft.“

Wer jetzt neugierig geworden ist und sich das Ganze einmal selbst anschauen möchte, bekommt schon bald die Gelegenheit dazu. Kathrin Schlesinger lud alle Gäste herzlich zum Tag der offenen Baustelle am 16. September 2026 ein. Dort kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich selbst ein Bild davon machen, was im neuen Zentrum Bauen und Wohnen entsteht.

Kathrin Schlesinger erklärt den Gästen, worum es beim Zentrum Bauen und Wohnen geht.

Warungsarbeiten im Online-Katalog

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Rückblick: Aktionswoche anlässlich des 93. Geburtstages von Brigitte Reimann

Mit einer abwechslungsreichen Aktionswoche hat die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek vom 20. bis 25. Juli den 93. Geburtstag ihrer Namenspatronin gefeiert. Gemeinsam mit dem Autor Andreas Eichler sowie Angela Johanning und Christine Neudeck vom Freundeskreis des ehemaligen Hoyerswerdaer Kunstvereins entstand ein vielseitiges Programm, das Brigitte Reimann und ihr literarisches Schaffen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln in den Mittelpunkt rückte.

Den Auftakt bildete die Ausstellung „Wer war eigentlich Brigitte Reimann?“, die bereits seit Anfang Juli in der Bibliothek zu sehen ist. Sie lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Schriftstellerin neu oder wiederzuentdecken und ihren Lebensweg sowie ihre Entwicklung als Autorin nachzuvollziehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch die Mitmachaktion „Kann man in Hoyerswerda küssen?“. Inspiriert von einer Frage, die Brigitte Reimann einst selbst stellte, sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre persönlichen Lieblingsorte auf einer „Kuss-Karte“ zu markieren. So entsteht nach und nach ein Bild der Stadt – geprägt von Erinnerungen, Begegnungen und Orten, an denen sich Menschen besonders wohlfühlen.

Online oder vor Ort können Bürgerinnen und Bürger ihre Lieblingsorte auf der Kuss-Karte verewigen

Auch das Veranstaltungsprogramm bot Gelegenheiten, sich mit dem Leben und Werk der Autorin auseinanderzusetzen. Bei zwei Vorführungen des Dokumentarfilms „Ankunft und Abschied – Die Neubrandenburger Jahre der Brigitte Reimann“ erhielten die Besucherinnen und Besucher einen sehr persönlichen Zugang zu der Schriftstellerin. Der Film verzichtet bewusst auf eine klassische Biografie und lässt stattdessen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort kommen, deren Erinnerungen ein facettenreiches Bild Brigitte Reimanns zeichnen.

Einen ganz anderen Blick auf die Autorin eröffnete Andreas Eichler mit seiner Lesung „Literarische Wanderung durch Mitteldeutschland“. Er spannte den Bogen von der Sprachgeschichte Mitteldeutschlands bis zu prägenden Persönlichkeiten der Region und ordnete dabei auch Brigitte Reimann in diesen kulturellen Zusammenhang ein. So wurde deutlich, welchen Stellenwert ihr Werk weit über Hoyerswerda hinaus einnimmt.

Andreas Eichler nimmt die Gäste mit auf eine Literarische Wanderung durch Mitteldeutschland

Wie vielseitig ihr literarisches Schaffen war, zeigte auch die Lesung „Man muss sieben Scheffel Salz miteinander gegessen haben“. Angela Johanning und Christine Neudeck widmeten sich den Hörspielen, die Brigitte Reimann gemeinsam mit Siegfried Pitschmann verfasste, und ließen ausgewählte Passagen lebendig werden. Die Veranstaltung machte deutlich, welche Bedeutung diese Arbeiten bis heute als literarische Zeugnisse ihrer Zeit besitzen.

Angela Johaninng und Christine Neudeck (vl.n.r) bringen den Gästen die Hörspiele von Brigitte Reimann und
Siegfried Pitschmann näher

Den Abschluss der Reimann-Woche bildete der Reimann-Spaziergang. Vom ehemaligen Wohnhaus der Schriftstellerin führte der Weg durch Hoyerswerda bis zur Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek. An ausgewählten Stationen wurden Texte Brigitte Reimanns gelesen und mit den jeweiligen Orten verbunden. Gleichzeitig erinnerte der Spaziergang an Helene Schmidt, die über viele Jahre hinweg fast 300 Reimann-Spaziergänge mit ihren Lesungen bereichert hatte und in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag gefeiert hätte.

Angela Johanning bei einem Reimann-Spaziergang vor der “Großen Liegenden” im Zentral-Park ©Christine Neudeck

Die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek bedankt sich bei allen Mitwirkenden, Partnern und Besucherinnen und Besuchern, die die Reimann-Woche mit ihrem Engagement und ihrem Interesse zu einer gelungenen Veranstaltungsreihe gemacht haben.

1. Hobbymesse feiert Premiere in der Stadtbibliothek

„Hobbys entdecken, Menschen treffen, Inspiration finden!“ – unter diesem Motto wurde die Bibliothek am vergangenen Freitagnachmittag zum Treffpunkt für alle, die auf der Suche nach neuen Freizeitideen, spannenden Interessen oder Gleichgesinnten waren.

Insgesamt Zwölf Ausstellerinnen und Aussteller präsentierten ihre Hobbys und gaben persönliche Einblicke in ihre Freizeitaktivitäten. Von außergewöhnlichen Interessen wie dem Sammeln von Türmen oder Zoo's, Drohnenfliegen, oder Podcasting bis hin zu beliebten Freizeitbeschäftigungen wie Modellbau, Handarbeiten, Perlen knüpfen, kreativem Schreiben und Stand-up-Paddling gab es jede Menge zu entdecken.

Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. So entstanden zahlreiche interessante Gespräche und ein reger Austausch zwischen Ausstellenden und Gästen.

Ebenso kann man sich für viele der Hobbys entsprechende Infomaterialien oder Zubehör ausleihen. So gibt es verschiedene Literatur, zum Beispiel zum Thema Modellbau, kreatives Schreiben, Karten oder Reiseführer, um Regionen zu erkunden, in denen man zum Beispiel spannende Türme finden kann, oder man leiht sich für das Stand-up-Paddeln gleich das komplette Board aus. Diese Möglichkeit haben Nutzerinnen und Nutzer durch die neu geschaffene Ausleihkategorie der Bibliothek der Dinge.

Wir bedanken uns auf diesem Wege bei allen Austellern und Ausstellerinnen, die die 1. Hobbymesse mit ihrer Teilnahme bereichert und zu einem tollen Nachmittag beigetragen haben.

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Maja Kos präsentiert die Bibliothek der Dinge der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek Hoyerswerda. In den Händen hält sie einen Fenstersauger und eine Galakto-Box.

Neu: Bibliothek der Dinge

Ob Schlagbohrmaschine, GoPro, Polsterreiniger oder Stand-up-Paddle-Board – eines haben diese Gegenstände gemeinsam: Sie sind oftmals kostenintensiv in der Anschaffung und werden nicht täglich benötigt. Hier setzt die „Bibliothek der Dinge“ der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek in Hoyerswerda an. Ab sofort ist es möglich, diese und viele weitere Gegenstände auszuleihen – ganz nach dem Motto: „Kaufst du noch oder leihst du schon?“

Für die Ausleihe wird lediglich ein gültiger Bibliotheksausweis benötigt. Die Ausleihe ist ab 18 Jahren oder in Begleitung eines Erziehungsberechtigten möglich. Alle Gegenstände der Bibliothek der Dinge können zudem für einen Wunschzeitraum über das eigene Online-Konto gebucht werden. „So kann man sich die GoPro ganz einfach für den Sommerurlaub buchen und muss sich für einmaliges Schnorcheln keine eigene kaufen“, erzählt Bibliotheksmitarbeiterin Laura Cornelius.

Für eine Buchung fällt eine Gebühr von 1,50 Euro an. Alle Gegenstände können je nach Verfügbarkeit auch direkt vor Ort ausgeliehen und mitgenommen werden. Die Ausleihfrist beträgt 14 Tage und kann, sofern keine Buchung durch andere Nutzende vorliegt, um weitere 14 Tage verlängert werden.

Hier geht es zur Benutzungs- und Entgeltordnung

Mit der Bibliothek der Dinge gibt es seit dem 4. Juni 2026 eine neue Ausleihkategorie in der Stadtbibliothek zu entdecken. Mit diesem Service beteiligt sich die Bibliothek an der weltweiten Bewegung der „Sharing Economy“ und leistet einen Beitrag zu einem ressourcenschonenden und umweltbewussten Konsumverhalten.

Mehr Informationen zur Nutzung.

Frag den Oberbürgermeister – Zwischen Bahnhofsgebäude und neuer Kühnichter Heide

Öffentliche Fragerunde beantwortet wieder viele Bürgerfragen

Am vergangenen Freitag, dem 29.05.2026, fand erneut eine Runde des beliebten Veranstaltungsformats „Frag den Oberbürgermeister“ in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek statt. In diesem Format haben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sowie der umliegenden Ortsteile etwa einmal im Monat die Möglichkeit, ihre Fragen an Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh zu stellen – ganz unkompliziert und ohne Termin in der Stadtbibliothek.

Oft stehen die Gesprächsrunden mit dem Oberbürgermeister unter einem bestimmten Oberthema, das aktuelle Projekte oder Entwicklungen in der Stadt behandelt. Hin und wieder sind die Veranstaltungen jedoch themenoffen, sodass jeder die Fragen stellen kann, die ihn bewegen und beschäftigen. So auch am vergangenen Freitag.

Ein Thema, das die Bürgerinnen und Bürger der Stadt besonders beschäftigt, ist der Bahnhof. Dieser wird zwar seit 2024 von der Deutschen Bahn AG saniert, um ihn barrierefrei zu gestalten. Dies betrifft jedoch lediglich die Gleisanlagen und die Zugänge zu den Bahnsteigen. Das Bahnhofsgebäude, das sich derzeit in Privatbesitz befindet, steht weiterhin leer. Das stößt bei vielen auf Unverständnis. Eine Wartehalle wäre wünschenswert, ebenso die Möglichkeit, Fahrkarten direkt am Schalter zu erwerben, merkte einer der anwesenden Bürger an. Torsten Ruban-Zeh kennt die Problematik und verwies auf eine offizielle Veranstaltung, die im Juni direkt am Bahnhof stattfinden und über den aktuellen Stand informieren soll. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Weitere Fragen drehten sich um den aktuellen Fortschritt des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA) in der Lausitz, die Nachpflanzung der in der Friedrichstraße gefällten Bäume, geplante Straßensanierungen sowie die weitere Entwicklung der neuen Kühnichter Heide. Der Oberbürgermeister konnte zu allen Anliegen Auskunft geben und die Fragen der Anwesenden beantworten.

Die nächste Runde von „Frag den Oberbürgermeister“ findet am 28.08.2026 um 17:00 Uhr statt. Dann wird es wieder ein festes Thema geben: Im Mittelpunkt steht das „Zentrum Bauen und Wohnen“ der LAUTECH GmbH.

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